Wirtschaft

Inflation in Deutschland steigt im September auf 3,3 Prozent

Veröffentlicht im Oktober 2026

Die Inflation in Deutschland hat im September 2026 wieder angezogen. Die Verbraucherpreise lagen um 3,3 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Das Statistische Bundesamt bestätigte diesen Wert am 13. Oktober 2026 als endgültige Zahl, nachdem es Ende September eine vorläufige Schätzung in gleicher Höhe veröffentlicht hatte.

Anstieg gegenüber August

Im August hatte die Teuerungsrate noch bei 2,9 Prozent gelegen. Der Sprung auf 3,3 Prozent ist damit deutlich. Nach Angaben von Datendiensten ist es der höchste Stand seit Ende 2023. Als Treiber gelten unter anderem höhere Energiepreise sowie anziehende Preise bei Lebensmitteln und Dienstleistungen.

Warum das zählt

Die Inflationsrate gibt an, wie stark die Verbraucherpreise im Durchschnitt gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen sind. Liegt sie über dem Ziel der Europäischen Zentralbank von zwei Prozent, verlieren Ersparnisse schneller an Wert und die Kaufkraft sinkt. Eine einzelne Monatszahl ist allerdings noch kein Trend. Erst die Entwicklung über mehrere Monate zeigt, ob sich die Teuerung verfestigt. Das Statistische Bundesamt ermittelt die Rate anhand eines Warenkorbs, der die typischen Ausgaben privater Haushalte abbildet. Für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank ist weniger die deutsche Einzelzahl maßgeblich als die Teuerung im gesamten Euroraum. Steigt die Teuerung, geraten vor allem Haushalte mit geringem Einkommen unter Druck, weil Grundbedarf wie Energie und Lebensmittel einen großen Teil ihrer Ausgaben ausmacht. Stand: 16. Oktober 2026.

Quellen

Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ist keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Zahlen nach den genannten Quellen, Stand siehe Datum.

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