China als Handelspartner Deutschlands: Zahlen für 2025 und der Trend 2026
Veröffentlicht im Oktober 2026
China war im Jahr 2025 wieder Deutschlands wichtigster Handelspartner. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) vom 20. Februar 2026 tauschten beide Länder Waren im Wert von 251,8 Milliarden Euro aus, 2,1 Prozent mehr als 2024. China löste damit die USA ab, die 2024 vorn gelegen hatten. Von 2016 bis 2023 hatte China den ersten Platz bereits innegehabt.
Diese Zahl, der Außenhandelsumsatz, ist die Summe aus Warenexporten und Warenimporten. Sie zeigt, wie eng der Austausch ist, aber nicht, in welche Richtung die Waren fließen. Gerade darauf kommt es im Fall China an.
Mehr Einfuhren, weniger Ausfuhren
Aus China kamen 2025 Waren für 170,6 Milliarden Euro nach Deutschland, 8,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Seit 2015 ist China das wichtigste Lieferland. In die Gegenrichtung gingen Waren für 81,3 Milliarden Euro, ein Minus von 9,7 Prozent. Unter den Abnehmerländern deutscher Exporte rutschte China damit auf Rang 6. Der Importüberschuss wuchs um 22,4 Milliarden auf 89,3 Milliarden Euro (2024: 66,9 Milliarden Euro). Der Begriff beschreibt nur, dass mehr Waren eingeführt als ausgeführt werden. Eine Bewertung steckt darin nicht.
Den größten Anteil an den Importen aus China hatten Datenverarbeitungsgeräte sowie elektrische und optische Erzeugnisse mit 50,9 Milliarden Euro (plus 4,9 Prozent). Es folgten elektrische Ausrüstungen mit 32,8 Milliarden Euro (plus 14,8 Prozent) und Maschinen mit 13,9 Milliarden Euro (plus 11,6 Prozent).
Den Platzwechsel an der Spitze erklärt Destatis vor allem mit zwei Entwicklungen: den weiter steigenden Importen aus China und den gleichzeitig sinkenden Exporten in die USA. Der Handel mit den Vereinigten Staaten schrumpfte um 5,0 Prozent auf 240,5 Milliarden Euro. Die deutschen Exporte dorthin fielen um 9,4 Prozent auf 146,2 Milliarden Euro, die Importe von dort stiegen um 2,7 Prozent auf 94,3 Milliarden Euro. Wichtigstes Abnehmerland blieben die USA trotzdem, der Exportüberschuss sank aber von 69,6 auf 51,9 Milliarden Euro. Auf Rang 3 der Handelspartner folgten die Niederlande mit 209,1 Milliarden Euro. Insgesamt exportierte Deutschland 2025 Waren für 1.563,0 Milliarden Euro und importierte Waren für 1.362,5 Milliarden Euro; der Exportüberschuss ging von 242,9 auf 200,5 Milliarden Euro zurück.
Der Trend im Jahr 2026
Die vorläufigen Monatszahlen für 2026 zeigen bisher dieselbe Richtung. Von Januar bis August 2026 führte Deutschland nach kalender- und saisonbereinigten Werten Waren für 124,1 Milliarden Euro aus China ein, 10,1 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Exporte nach China sanken um 12,9 Prozent auf 48,0 Milliarden Euro. Im August 2026 war China erneut das Land, aus dem die meisten Importe kamen. Gründe nennt Destatis für diese frühen Monatsergebnisse ausdrücklich nicht, und eine Jahresbilanz für 2026 steht noch aus.
Als Belastungen der Exportwirtschaft insgesamt führt Destatis in seiner Mitteilung zum Bruttoinlandsprodukt 2025 höhere US-Zölle, die Aufwertung des Euro und stärkere Konkurrenz aus China an. Wie viel jeder dieser Faktoren zum Rückgang der Exporte nach China beigetragen hat, beziffert das Amt nicht. Dass mehrere Entwicklungen zeitlich zusammenfallen, belegt für sich noch keine bestimmte Ursache.
Was die Statistik nicht zeigt
Politisch beschreibt die Bundesregierung China in ihrer China-Strategie vom Juli 2023 als Partner, Wettbewerber und systemischen Rivalen zugleich. Ziel ist laut Auswärtigem Amt, mit China weiter zusammenzuarbeiten, ohne die freiheitlich-demokratische Lebensweise, Souveränität, Wohlstand, Partnerschaften mit anderen oder die eigene Sicherheit zu gefährden.
Ob das gelingt, lässt sich an Handelszahlen nur begrenzt ablesen. Sie messen Warenwerte, nicht, wie leicht sich einzelne Lieferungen ersetzen ließen. Dienstleistungen erfasst die Außenhandelsstatistik nicht; diese erhebt in Deutschland die Bundesbank. Stand: Oktober 2026.
Quellen
- Destatis: China im Jahr 2025 wieder wichtigster Handelspartner Deutschlands (Pressemitteilung Nr. 056 vom 20.02.2026) (abgerufen am 14.10.2026)
- Destatis: Exporte im August 2026 (Pressemitteilung Nr. 356 vom 08.10.2026) (abgerufen am 14.10.2026)
- Destatis: Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2025 um 0,2 % gewachsen (Pressemitteilung Nr. 017 vom 15.01.2026) (abgerufen am 14.10.2026)
- Auswärtiges Amt: China-Strategie der Bundesregierung (abgerufen am 14.10.2026)
Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ist keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Zahlen nach den genannten Quellen, Stand siehe Datum.