Politik

Friedensnobelpreis 2026 geht an die Juristin Navi Pillay

Veröffentlicht im Oktober 2026

Das norwegische Nobelkomitee hat den Friedensnobelpreis 2026 der südafrikanischen Juristin Navanethem Pillay zugesprochen, die meist Navi Pillay genannt wird. Die Entscheidung wurde am 9. Oktober 2026 in Oslo bekannt gegeben. Geehrt wird Pillay für ihren Einsatz für Frieden und Völkerrecht.

Eine lange Laufbahn im Völkerrecht

Pillay war von 2008 bis 2014 Hohe Kommissarin der Vereinten Nationen für Menschenrechte. Zuvor hatte sie von 1999 an den Internationalen Strafgerichtshof für Ruanda geleitet, der die Verbrechen des Völkermords von 1994 aufarbeitete, und war anschließend Richterin am Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag. In ihrer Heimat Südafrika war sie die erste nicht-weiße Frau, die an ein hohes Gericht berufen wurde. Bekannt wurde sie auch dafür, dass unter ihrer Mitwirkung sexualisierte Gewalt in bewaffneten Konflikten erstmals ausdrücklich als Verbrechen gegen die Menschlichkeit eingeordnet wurde.

Der Preis aus Oslo

Der Friedensnobelpreis nimmt unter den Auszeichnungen eine Sonderstellung ein. Als einziger wird er nicht in Schweden, sondern in Norwegen vergeben, und zwar von einem Komitee, das vom norwegischen Parlament bestimmt wird. Über die Vergabe wird regelmäßig gestritten, weil das Komitee damit auch politische Signale setzt. Die Begründung verweist in diesem Jahr auf den Schutz des Völkerrechts, das in vielen Konflikten unter Druck steht. Die Übergabe ist für den 10. Dezember in Oslo vorgesehen. Stand: Oktober 2026.

Quellen

Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ist keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Zahlen nach den genannten Quellen, Stand siehe Datum.

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